Friedrich der Grosse Wolfgang J. Kaiser - Die Bücher des Königs
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Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Aus Anlaß des 300. Geburtstages Friedrichs des Großen (1712-1786)
wird die Fridericianische Privatsammlung P. O. im Jahre 2012 in dem Ausstellungsraum der SBB - PK,
Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin in einer Kabinettsausstellung gezeigt werden.
Aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten in der Staatsbibliothek
ist die Ausstellung dort nur vom 8. bis 18. Februar 2012 zu sehen. Sie wird fortgesetzt in der

Ausstellungshalle „Rue de France“ der Französischen Botschaft in Berlin
Wilhelmsstr. 69, Berlin-Mitte vom 9. März bis 30. März 2012

Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen
Simeonsplatz 12, 32427 Minden, vom 6. Mai bis 1. Juli 2012

Brandenburg-Preußen Museum
Eichenalle 7a, 16818 Wustrau, vom 20. Oktober bis 24. November 2012

Führungen durch die Ausstellungen, siehe die nachstehenden Links

www.staatsbibliothek-berlin.de
www.institutfrancais.de
www.preussenmuseum.de
www.brandenburg-preussen-museum.de

Besondere Exponate

Friedrichs bekanntestes politisches Werk, der Antimachiavell in der eigenhändigen Urschrift Friedrichs des Großen (Réfutation du Prince de Machiavel) sowie die Erstdrucke dieses Werkes (erste französische Ausgabe, erste deutsche Ausgabe und mehrere Raubdrucke).
Es wird begleitet von einem eigenhändigen Originalschreiben des Kronprinzen an Voltaire mit Ausführungen zu dem Werk
kurz vor seinem Erscheinen.

Ein eigenhändiges Originalschreiben des Königs an seinen ehemaligen Lehrer Duhan de Jandun mit der Bitte um Ersatz seiner Feldbibliothek,
die ihm infolge der Plünderung des Lagers abhanden gekommen sei.

Eine herausragende Buchkostbarkeit: sein großes Geschichtswerk Mémoires pour servir à l’histoire de la maison de Brandebourg (Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg), das als illustrierte Prachtausgabe erstmals 1751 in seiner Privatpresse „Au Donjon du Château“ (Im Turm des Schlosses) im Berliner Stadtschloß in kleinster Auflage gedruckt wurde. Es zählt zu den größten Seltenheiten.

Das Rarissimum der ebenfalls in seiner Privatpresse hergestellten General-Principia vom Kriege von 1753, das der König mit einem persönlichen Anschreiben sowie einer Kabinettsorder zur Geheimhaltung dem Feldmarschall Kurt Christoph Graf von Schwerin überreichen ließ.

Die deutsche und französische Erstausgabe seiner berühmten Abhandlung Ueber die deutsche Litteratur von 1780, letztere zusammengebunden mit drei wichtigen Stellungnahmen zeitgenössischer Kritiker.

Es werden für den König gebundene Bücher gezeigt, darunter der Prachteinband des zu seiner Zeit bedeutendsten Pariser Buchbinders Derome le Jeune, der mit dem preußischen Staatswappen versehen Friedrich dem Großen geschenkt wurde; ferner Einbände für den König von dem Berliner Meister Krafft und dem Potsdamer Meister Rochs, einschließlich solcher, die er an enge Mitarbeiter, besondere Freunde und die Königliche Bibliothek verschenkte.

Unter den Friedrichbildnissen sind bemerkenswert einige seltene Graphiken, etwa die Radierung des zweijährigen Kronprinzen von Joachim Martin Falbe nach einer Zeichnung des Hofmalers Antoine Pesne sowie zwei Ölgemälde mit Friedrich-Porträts von Johann Christoph Frisch (1783) und von Edward Francis Cunningham (ca. 1785), die beide erstmals in einer deutschen Ausstellung gezeigt werden.