Friedrich der Grosse Wolfgang J. Kaiser - Die Bücher des Königs
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Friedrich der Große, weithin als der „Alte Fritz“ bekannt, wird im Jahr 2012 300 Jahre alt.
Aus diesem Anlaß wird die Fridericianische Privatsammlung P. O., angereichert durch Zimelien der Staatsbibliothek
zu Berlin und weiterer Leihgeber, an vier Ausstellungsorten (siehe ‚Ausstellungen‘) zu dem Thema

Die Bücher des Königs
Friedrich der Große
Schriftsteller und Liebhaber von Büchern und Bibliotheken
gezeigt.

Abb. 1.1 Kronprinz Friedrich von Preußen
im Alter von zwei Jahren.
Radierung von Joachim Martin Falbe
Abb. 43.1 Friedrichs Original-
handschrift des Antimachiavell
Abb. 81 Friedrich der Große, um 1785.
Nach Edward Francis Cunningham

Die schriftstellerische Seite des „Roi-Philosophe“, seine Freude an Büchern und Bibliotheken traten in den meisten
Friedrich-Ausstellungen der vergangenen 100 Jahre etwas in den Hintergrund. Zweck der Kabinettsausstellung ist es daher,
an den philosophierenden Literaten und seine Bücher zu erinnern, nachdem seine Werke zu Unrecht nahezu vergessen sind.
Zu seiner Zeit war Friedrich ein Bestsellerautor, wie wir heute sagen würden. Allein von dem Antimachiavell von 1740,
Friedrichs bekanntestem Text, wurden 65 Ausgaben bis 1803 gezählt.

Die Fridericiana-Privatsammlung P. O., die unter bibliophilen Gesichtspunkten zusammengestellt wurde, zeigt Bücher,
die Friedrich las und die prägenden Einfluß auf seine Anschauungen hatten. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Friedrichs eigene Werke und Beispiele seiner philosophisch-literarischen Korrespondenz mit aufgeklärten Geistern seiner Zeit. Ferner werden für den König gefertigte Einbände in rotem Ziegenleder ausgestellt und die sechs Privatbibliotheken des Königs, insbesondere seine Lieblingsbibliothek in dem Weinbergschloß Sanssouci behandelt. Schließlich gehören Werke von Gästen der „Tafelrunde“ zu den Exponaten, vor allem bedeutende Schriften Voltaires. Ergänzend werden frühe Biographien zu Lebzeiten und Werke über Friedrich, die bald nach seinem Tod erschienen, vorgestellt, insoweit sie die geistige Gestalt des Königs und seine große Bedeutung für die europäische Aufklärung zum Gegenstand haben.

Erläutert und illustriert wird die Buchausstellung durch Friedrich-Zitate, Autographen, Gemälde und Graphiken, vor allem einige sehr seltene Friedrich-Bildnisse, die erstmals ausgestellt werden, sowie Orts- und Bibliotheksansichten. Große Texttafeln (deutsch/englisch) bieten einführende Informationen zu den jeweiligen Abschnitten. Siehe Katalog.

Besondere Exponate, siehe Ausstellungen